Männer: Für's Leben außer Haus gemacht?
Wenn Frauen zu Hause etwas ändern und ihre Partner für neue Farbe an den Wänden oder einen anderen Einrichtungsstil begeistern wollen, ernten sie oft Gleichgültigkeit.
Sind Männer nun faul oder einfach nur zufrieden? Weder noch sagen der Evolutionspsychologe Benjamin Lange und der Alltagspsychologe Professor Alfred Gebert: Sich das Leben daheim ein wenig netter zu gestalten, ist ihnen herzlich egal.
Die Wissenschaftler behaupten, Männer seien noch von ihrer evolutionären Vergangenheit als Herumstromer geprägt, denen es wichtiger war, die Gegend zu erkunden. Weil Frauen traditionell stärker an ihr Heim gebunden seien, wollten sie es dort auch gemütlich haben. Für Männer seien Haus oder Wohnung nur eine Zwischenstation, ein Ort, an den sie sich nach ihren Kämpfen draußen kurz zurückziehen, um dann wieder aufzubrechen.
An diesem biologisch geprägten Verhalten sei auch durch kulturelle Errungenschaften nicht zu rütteln – jedenfalls muss nach Ansicht der Forscher die Gesellschaft noch rund 1000 Jahre warten, bis die unbewussten Muster sich verändern. Wie Frauen diese Veränderung vorantreiben können? Die Psychologen raten dazu, den Mann in seinen Entscheidungen zu lenken.
Dabei sei aber zu beachten, dass Männer oft das Gegenteil von dem tun, was die Frau anregt, da sie diese von ihren Überzeugungen überzeugen wollen. Sagt eine Frau von ihrem Lieblingssofa etwa: „Viel zu groß für uns“, könnte der Mann antworten: „Passt. Nehmen wir mit.“
Die nächsten 1000 Jahre können noch spannend werden!