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Bewegung & Entspannung

Autogenes Training – das »Yoga« des Westens

Autogenes Training ist ein psychotherapeutisches Verfahren zur Selbsthilfe.

Es basiert auf der Selbstentspannung und der Selbstbeeinflussung. Die Methode lehrt, wie Sie sich selbst in einen Zustand der völligen Entspannung versetzen können.

Autogenes TrainingGleichzeitig ist autogenes Training die beste Vorbeugung gegen Erkrankungen aller Art. Entwickelt hat diese Methode der Berliner Neurologe Prof. Dr. Johannes Heinrich Schultz Anfang des letzten Jahrhunderts.
Beim autogenen Training werden in Gedanken festgelegte Formeln und Sätze gesprochen, die nach einiger Zeit in das Unterbewusstsein übernommen werden. In zahlreichen Studien wurde nachgewiesen, dass bei regelmäßiger Anwendung des autogenen Trainings das vegetative Nervensystem und somit alle damit in Verbindung stehenden Organe des Körpers positiv beeinflusst werden. Deshalb kann man mit Hilfe des autogenen Trainings viele durch Nervosität bedingte Störungen wie Schlafprobleme oder Stress abbauen.

So lernt man autogenes Training

Am besten nimmt man zu Beginn an einer Gruppe mit maximal 15 Personen teil, die von einem Trainer geleitet wird. Nach zirka 8 Sitzungen können Sie autogenes Training dann alleine durchführen. Im Handel sind auch besprochene CDs mit ausführlichen Übungsanleitungen erhältlich.

Für wen ist autogenes Training sinnvoll?

Autogenes Training ist von jedem Menschen in jedem Alter erlernbar. Es ist eine ideale Entspannungsmethode, um der Hektik des Alltags ruhiger und gelassener zu begegnen, zu seinem seelischen Gleichgewicht zurückzufinden sowie mehr Freude am Leben zu gewinnen.
Auch für Kinder ist autogenes Training geeignet. Diese Methode hilft ihnen bei Schulschwierigkeiten, Konzentrationsmangel, Unruhe und Ängsten. Autogenes Training kann ohne Aufwand überall durchgeführt werden, auch mal zwischendurch am Arbeitsplatz, als Beifahrer im Auto, im Zug oder auf einer Flugreise.

So wird autogenes Training durchgeführt

Die wichtigste Voraussetzung ist, dass Sie Zeit für das Training finden. Anfänger üben 5-15 Minuten, 3-mal täglich. Nehmen Sie hierzu eine entspannte Haltung ein. Bewährt haben sich das Liegen oder das Sitzen auf einem Stuhl. Nach der Übung ist das so genannte »Zurücknehmen« wichtig (bewusstes Durchatmen und die Arme anwinkeln), damit man aus der Tiefenentspannung wieder frisch erwacht.

Der Aufbau

Das Grundtraining in der Unterstufe baut sich über sechs Formeln auf:

  • Ruheübung: »Ich bin ganz ruhig«
  • Muskelentspannung durch Schwere: »Mein Körper ist ganz schwer«
  • Gefäßentspannung durch Wärme: »Ich bin ganz warm«
  • Herzregulierung: »Mein Herz schlägt ruhig und gleichmäßig«
  • Atementspannung: »Ich atme ruhig und gleichmäßig«
  • Entspannung der Bauchorgane (Sonnengeflechtsübung): »Mein Bauch ist warm und weich«
  • Kopfübung: »Meine Stirn ist angenehm kühl«
    Anschließend erfolgt das »Zurücknehmen«.

Fortgeschrittene können in der Oberstufe Visualisierungsübungen mit aufnehmen. Man stellt sich seine Alltagsprobleme und ihre Lösungen vor dem inneren Auge vor. Es ist auch möglich, individuelle Formeln in das Training einzubauen, wie zum Beispiel: »Rauchen ist mir vollkommen gleichgültig«.

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