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Geist und Seele

Die Organuhr

Die Uhrzeit, wann Beschwerden auftreten, kann für die Diagnose wichtig sein.

Die menschlichen Organe haben der Traditionellen Chinesischen Medizin zufolge im Verlauf von vierundzwanzig Stunden bestimmte Hoch- und Tiefphasen.

Organuhr - © Südwest Verlag/Eva SalzgeberIm Laufe eines Tages haben die menschlichen Organe nicht immer das gleichen Energielevel. Die Traditionelle Chinesische Medizin besagt, dass es im Verlauf von 24 Stunden Hoch- und Tiefphasen gibt. Wenn bestimmte Beschwerden immer wieder zur gleichen Tages- oder Nachtzeit auftreten, kann man mithilfe der Organuhr ablesen, welches Organ zu diesem Zeitpunkt stark oder schwach ist. Diese Stärke oder Schwächung hängt mit dem Energiekreislauf zusammen und damit, wie das Chi – die Lebensenergie – fließt. Ist diese gestört, kommt es zu Disharmonien. Diese können durch Akupunktur oder medikamentöse Behandlung ausgeglichen werden.

Maximum und Minimum

Während eines Tages hat jedes einzelne Organ eine Hochphase von zwei Stunden, man nennt dies auch Maximalzeit. Exakt 12 Stunden später erfolgt dann die Tiefphase bzw. die Minimalzeit. Da sich diese Punkte auf der Organuhr exakt gegenüberliegen, kann man leicht ablesen, welches Organ über die stärkste und welches über die schwächste Energie verfügt. Dementsprechend kann die Behandlung eingeleitet werden und dementsprechend werden auch Medikamente zu eine bestimmten Zeit verabreicht.

Exaktes Timing

Jedem Meridian sind auf der Organuhr zwei Stunden zugeordnet. Die Zeitabfolge lautet folgendermaßen:

3-5 Uhr:
Lunge
5-7 Uhr: Dickdarm
7-9 Uhr: Magen
9-11 Uhr: Milz
11-13 Uhr: Herz
13-15 Uhr: Dünndarm
15-17 Uhr: Harnblase
17-19 Uhr: Niere
19-21 Uhr: Herzbeutel
21-23 Uhr: Brustkorb, Bauchhöhle und Schambereich
23-01 Uhr: Gallenblase
1-3 Uhr: Leber

So läuft beispielsweise die Verdauung im Magen von 7-9 Uhr auf Hochtouren, während zwischen 19-21 Uhr, also 12 Stunden später, absolute Flaute herrscht. Die Konsequenz dieser Energieverteilung ist, dass man von 19-21 Uhr nur leicht Verdauliches zu sich nehmen sollte, weil wenig Energie zur Verdauung zur Verfügung steht. Wer häufig zwischen 1 und 3 Uhr nachts aufwacht, sollte sich um seine Leber kümmern, die speziell zwischen 2 und 3 ihre Entgiftungsarbeit leistet. Ist die Leber geschwächt, kann diese Entgiftung nicht stattfinden und es zeigen sich früher oder später Krankheitssymptome. Auch Migräne kann ein Hinweis darauf sein, dass die Leber nicht richtig funktioniert.

Übrigens: Wenn Sie besonders tief meditieren möchten, ist die Zeit zwischen 21 und 23 Uhr ideal, denn dann sind die Chakras und Drüsen besonders aktiv und die Meditation fällt wesentlich leichter als zu anderen Zeiten.

Ausführliches zum Thema:
Anna Elisabeth Röcker: Ganzheitlich heilen zum richtigen Zeitpunkt, 2009
Südwest Verlag, ISBN 978-3-517-08288-2

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