Licht
Allheilmittel nicht nur für Winterkranke
Bis vor 100 Jahren verbrachten die Menschen in unseren Breiten 90 Prozent ihrer Zeit im Freien. Heute sind es nur 10 Prozent. Durch die Erfindung der Elektrizität hat sich die Zeit extrem verkürzt, in der wir direkt Sonnenlicht aufnehmen und das kann Folgen haben.
Wenn das Sonnenlicht fehlt
Wie wichtig Licht als Ursprung allen Lebens ist, erfährt man oft erst im Winter. 20 Millionen Deutsche leiden während der dunklen Jahreszeit unter einer Winter-Depression. Frauen in den mittleren Jahren sind etwas stärker davon betroffen. Doch seit jeher sind die Wintertage bekannt für Stimmungsschwankungen, schlechte Laune, verminderte Tatkraft und verstärkte Müdigkeit. Ein typisches Zeichen ist der Hunger auf Kohlenhydrate und Süßigkeiten, verbunden mit entsprechender Gewichtszunahme. Der Schlaf scheint unerquicklich, ohne Erholungswert. Wer kann, plant einen Winterurlaub an der Sonne. Selbst eine einzige Woche im Süden oder im Gebirge kann dem Organismus Auftrieb geben.
Gesundfaktor Sonnenlicht
„Wo die Sonne nicht hinkommt, ist der Doktor nicht weit“ sagte der Amerikaner Dr. Jacob Liberman, der die moderne Lichttherapie begründete. Sonnenlicht ist maßgeblich an der Erhaltung unserer Gesundheit beteiligt: es stimuliert die Zirbeldrüse, bildet Vitamin D, regelt so auch den Kaliumhaushalt, beeinflusst die Ausschüttung von Hormonen und Botenstoffen wie Serotonin, Noradrenalin und Dopamin.
Bei Lichtmangel wird zu viel Melatonin gebildet, man wird automatisch müde, der Gegenspieler Serotonin macht uns dagegen leistungsfähig und munter. Licht stärkt ganz allgemein das Immunsystem und hilft gegen Infektionen.
Empfehlenswert ist bei Manchen daher eine „Lichttherapie“, die Bestrahlung mit Speziallampen, die dem Spektrum des Sonnenlichts ähnlich sind. Am besten ist es jedoch, das im Winter verfügbare Sonnenlicht konsequent zu nutzen. Wissenschaftler raten zu einem Aufenthalt von zwei Stunden im Freien. Auch ein einstündiger Gesundmarsch pro Tag wirkt schon Wunder.
Die Sonne in der Medizin
Schon die alten Ägypter wussten, dass alles Leben aus der Sonne geboren ist. Herodot, ein griechischer Arzt, entwickelte bereits im Altertum die Heliotherapie. Man griff sie vor etwa 150 Jahren wieder auf und nutzte sie zur Bekämpfung der Tuberkulose. Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Schuppenflechte werden nach wie vor durch die Sonne therapiert. Durch Forschungen des russischen Mediziners Alexander Gurwitsch und des deutschen Biophysikers Fritz-Albert Popp weiß man heute, dass jede einzelne Körperzelle Licht abstrahlt und aufnimmt. Licht ist ein Informationsträger und für unser Überleben essenzieller, als uns das bewusst ist. Nützlich ist es deshalb, so genannte „Lichtfresser“ zu meiden, nämlich Einflüsse, die viel Lichtenergie verbrauchen wie Nikotin-, Alkohol- und Drogensucht. Auch Elektrosmog, Umweltbelastungen, pharmazeutische Präparate und negative Emotionen werden hier seitens der Heilkundigen genannt.
Sie empfehlen eine regelrechte Licht-Ernährung, beispielsweise in Anlehnung an Jakob Lorber, der Mitte des 19. Jahrhunderts gelebt hat. Der Heilkundler bekämpfte Krankheiten vor allem durch Lebensmittel, die viel Lichtenergie gespeichert haben. Rezepturen nach Lorber führten z.B. zu Sonnenglobuli, zu Arnika-Sonnentinktur, also natürliche Arzneimittel, bei deren Herstellung Sonnenlicht eine maßgebliche Rolle spielte, ähnlich wie auch bei dem Herstellungsprozess von Bachblüten- Essenzen.
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Ein Tipp zum Schluss: Beim Einkaufen und Zubereiten von Speisen sollten Sie vor allem denaturierte Lebensmittel meiden. Bevorzugen Sie frisches Obst und Gemüse aus Freilandanbau und meiden Sie lange Lagerzeiten. Mikrowellen vernichten jegliche Lichtenergie in der Nahrung. Auch durch Pasteurisieren, Erhitzen, Kochen, Backen, Braten und Einfrieren geht kostbare Lichtenergie verloren!