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Pestizid-Zusatzstoffe – hoch giftig, aber als Fertigmischung erlaubt

Auf den ersten Blick scheint es eine gute Nachricht zu sein, wenn das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bekannt gibt, dass es sechs Zusatzstoffe von Pestiziden verboten hat. Über das kleine Hintertürchen, das der Agrar-Lobby weiterhin offen steht, wird nicht berichtet.

Pestizid-Zusatzstoffe – hoch giftig, aber als Fertigmischung erlaubt - © ChristopheB - Fotolia.comPOE-Tallowamine sind Chemikalien, die Pestiziden beigemischt werden, damit sie besser an den Pflanzen haften, bzw. in sie eindringen können. Ihr Verbot ist zunächst einmal der anhaltenden Kritik des Umweltinstituts München und anderen Nichtregierungsorganisationen zu verdanken. Sie wiesen beständig darauf hin, dass die POE-Tallowamine erstens wesentlich giftiger sind, als die Pestizide selbst und zweitens die Giftigkeit der Pestizide zusätzlich erhöhen.

Kurz gefasst kann man sagen, die Zusatzstoffe sind allein und in Kombination mit Pestiziden extrem gesundheitsschädlich. Mit dem Verbot einzelner Zusatzstoffe schien das BVL nun zu reagieren.

Das bedeutet, die Behörde weiß, wie gefährlich diese Substanzen für Mensch und Umwelt sind. Umso unverständlicher ist, dass fertige Produkte in denen die POE-Tallowamine auch enthalten sind – wie etwa in Roundup des Agrarriesen Monsanto –, diesem Verbot nicht unterliegen.

Es könnte bedeuten, das Verbraucherschutzministerium stellt die Interessen der Agrar-Lobby über den Schutz der Bürger und Bürgerinnen. Wer sich dagegen wehren möchte, kann sich an der Online-Aktion des Umweltinstituts München beteiligen: http://umweltinstitut.org/roundup_verbieten

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