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In Deutschland haben rund 35 Millionen Menschen einen zu hohen Blutdruck. Unbehandelt kann er zu ernsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Nierenversagen oder Gefäßschäden führen.
Dabei gibt es ein ganz einfaches Gegenmittel, auf das die Deutsche Hochdruckliga anlässlich des Welt-Hypertonie-Tags am 17. Mai aufmerksam gemacht hat: abnehmen. Oft lässt Übergewicht den Blutdruck in die Höhe schnellen, was sich zum Teil dadurch erklären lässt, dass im Fettgewebe verschiedene Stoffe freigesetzt werden, die dafür sorgen, dass sich Arterien zusammenziehen und verengen. Doch auch indirekt kann Übergewicht für Hypertonie verantwortlich sein, etwa wenn Diabetes oder Nierenschäden durch Entzündungsfaktoren aus dem Fettgewebe entstehen.
Die Forscher weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass nicht jedes Zuviel auf der Waage automatisch zu einem erhöhten Blutdruck führt: Eine große Rolle scheint die Fettverteilung zu spielen. Das sogenannte Bauchfett birgt ein höheres Erkrankungsrisiko als etwa das Fett, das Frauen in ihrer prämenstruellen Phase an den Hüften ansetzen und das sie eher vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt. Eine durch und durch positive Wirkung hat jedoch die Gewichtsabnahme auf den Blutdruck. Sie kann ihn normalisieren und gilt als der beste präventive als auch therapeutische Ansatz bei Hypertonie. Dabei spielt es keine Rolle, ob man mithilfe einer Diät oder durch Bewegung die überflüssigen Pfunde verliert. Eine Kombination aus beiden Ansätzen sorgt aber langfristig für Erfolg. Da in manchen Fällen Übergewicht auf spezielle Stoffwechsel- oder Nierenkrankheiten zurückzuführen ist, sollten Abnehmwillige das vorher vom Arzt abklären lassen.