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Bürkle EHEC endlich  am Ende?




© Alexander Raths - Fotolia.comNachdem seit dem 7. Juli keine Neuerkrankungen mehr bekannt geworden sind, hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Verzehrwarnungen bezüglich EHEC weitgehend aufgehoben. Laut Robert-Koch-Institut sind in Deutschland mehr als 4.300 Menschen an EHEC-Infektionen erkrankt, 49 Patienten starben.

Ursache für die Erkrankungen war Bockshornkleesamen aus Ägypten, der über einen niedersächsischen Gartenbaubetrieb in den Umlauf gelangt war. Der Rückruf und die Beseitigung aller von 2009 bis 2011 aus Ägypten importierter Chargen hat Wirkung gezeigt. Derzeit gilt EU-weit bis 31. Oktober ein Importverbot für ägyptischen Bockshornkleesamen.

Aus Sicht des BfR besteht momentan noch ein Infektionsrisiko durch Bockshornkleesamen in Privathaushalten. Verbraucher sollten deshalb in ihren Vorräten nach Altbeständen aus den Jahren 2009 bis 2011 suchen und diese mit dem Restmüll entsorgen.

Ermittlungen von Fachleuten ergaben offenbar keine Hinweise darauf, dass Keime von kontaminierten Bockshornkleesamen bei Importeuren, Zuchtbetrieben oder bei Zwischenhändler auf andere Sprossensorten überspringen könnten. Es liegen auch keine Erkenntnisse darüber vor, dass andere Sprossenvarianten EHEC-Infektionen ausgelöst hätten. Damit gebe es, so die Behörden, keinen Grund mehr, vor deren Verzehr zu warnen.

Ein weiteres Infektionsrisiko besteht theoretisch noch über Schmierinfektionen von Menschen, die mit geringen Symptomen erkrankt sind und unwissentlich die Erreger ausscheiden. Die Behörden raten deshalb, die hygienischen und lebensmittelhygienischen Maßnahmen (wie Hände und Salat/Gemüse/Sprossen stets gründlich zu waschen) weiterhin konsequent zu beachten. Bakterien können sich zum Beispiel auch auf Türklinken absetzen und ohne direkten Körperkontakt von einem Menschen auf den anderen wandern.