Hayesche Trennkost
Entwickelt wurde diese Diätform bereits 1930 von dem amerikanischen Arzt Dr. Howard Hay.
Basis der Trennkost-Theorie ist der Gedanke, dass Eiweiße und Kohlenhydrate nicht gleichzeitig vom Körper aufgenommen und verdaut werden könnten.
Obwohl die Hayesche Trennkost jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrt, hat sie viele Anhänger in Deutschland. Basis der Hayeschen Trennkost ist das von Dr. Hay postulierte Trennprinzip: Eiweißreiche und kohlenhydratreiche Nahrungsmittel dürfen nicht zusammen, sondern nur zeitlich voneinander getrennt verzehrt werden.
Viel Gemüse, wenig Fleisch
Dabei soll der Anteil von basenüberschüssigen Nahrungsmitteln wie Gemüse und Obst bis 80 % davon ausmachen. Fleisch steht selten auf dem Speiseplan und teilweise wird eine Kalorienbeschränkung von 800 bis 1200 Kalorien pro Tag empfohlen. Dr. Hay empfahl seine Trennkost zwar als Dauerernährung, aber auch bei kurzzeitigen Diäten soll sie sehr erfolgversprechend in Bezug auf eine Gewichtsreduktion sein. Zum Leidwesen der Ernährungsphysiologen, denn nachvollziehbar sind Hays Theorien nicht. Aufgrund der vorwiegend vegetarischen Speisenzusammenstellung sehen sie aber auch keine Gefahren für diejenigen, die sich dauerhaft die Hayesche Trennkost zu Eigen machen. Der Nachteil: Bei dieser Diät muss man mit vielen geliebten Gewohnheiten brechen und eine große Portion Aufwand und Kreativität bei der täglichen Speisenzusammenstellung walten lassen.
Wenn Sie die Hayesche Trennkost selbst ausprobieren möchten, sollten sie sich unbedingt ein Kochbuch mit Rezeptvorschlägen zulegen, denn eine Scheibe Brot mit Salatgarnitur wird auf Dauer doch recht eintönig!
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung steht der Trennkost eher kritische gegenüber, weil durch die eingeschränkte Lebensmittelauswahl die Nährstoffversorgung langfristig nicht gewährleistet sei.