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Chili

Gesunde Schärfe

Christopher Kolumbus brachte im 15. Jahrhundert nicht nur die Kartoffel nach Europa, sondern auch die Chili Schote. Bis dahin war außerhalb Südamerikas der schwarze Pfeffer das schärfste Gewürz, das man kannte.

Ein Jahrhundert später verbreite sich die pikante Gewürz-Paprika Schote rund um den ganzen Globus, viele Hobbygärtner ziehen sie auch hierzulande in ihren Gärten oder auf dem Balkon. Die Hot-Pepper-Würze ist heutzutage kaum mehr aus den Küchen der Welt wegzudenken. Allein in den USA wird Chili in über Tausenden Saucen zu Salsa & Co. verarbeitet.

Gesunde Schärfe!

Chili - © Südwest Verlag/Karl NewedelDas scharfe Gewürz ist nicht nur raffiniert in der Speisezubereitung zu verwenden, sondern auch von hohem gesundheitlichem Wert. Die Inhaltsstoffe der Chilischoten werden medizinisch auch in Schmerzmitteln, Wundsalben u.v.m. angewandt.

Scharf zu essen gilt in vielerlei Hinsicht als sehr gesund. Viele scharfe Gewürze wirken sich positiv auf die Verdauung aus und töten sogar Krankheitserreger ab. Nur wer unter sehr empfindlichem Magen oder Gastritis leidet, sollte sparsamer mit Chili-Gewürzen umgehen.

In den USA deuten erste Hinweise darauf, dass Capsaicin auch in der Krebs Prävention und Therapie erfolgreich eingesetzt werden könnte, da es hemmend auf das Tumorwachstum wirkt. Das Wissenschaftsmagazin Cancer Research Journal berichtete über eine Studie, die belegt, dass Capsaicin bei Prostatakrebs sogar 80% der Krebszellen zum Absterben brachte.

Überraschend: Chili beruhigt!

Italienische Wissenschaftler von der Klinik Bologna fanden heraus, dass Chili sogar eine beruhigende Wirkung auf den Magen ausübt, da Schmerzfasern desensibilisiert werden. Diese Wirkung beruht auf dem Alkaloid Capsaicin, der scharfen Inhaltskomponente in Chili. An sich ist Capsaicin geschmacklos – aber es reizt die Nervenenden so, dass wir beim Verzehr eine warme, brennende Schärfe schmecken.

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