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Lebensmittel

Sanddorn: Heilkraft in hoher Konzentration

Vitamin C aus der Beere

Wer sich im Herbst etwas Gutes tun und seine Abwehrkräfte auf sanfte Art stärken möchte, der greift zu Sanddorn: 1-2 Teelöffel Saft pro Tag beugen Erkältungen vor.

Sanddorn, ein Ölweidengewächs, stammt ursprünglich aus Nepal und war früher hauptsächlich in Ost- und Westasien verbreitet. Mittlerweile gedeiht er auch in allen höher gelegenen Regionen Europas, etwa in den Pyrenäen und den Alpen sowie an zahlreichen Bachläufen. An der Nord- und Ostseeküste hilft der Strauch durch sein tiefgründiges und weit verzweigtes Wurzelwerk die Dünen zu festigen. Die Beeren, gelbe bis orangerote Schein-Steinfrüchte, bringt die Pflanze von August bis Dezember hervor. Aus den Beeren werden Säfte gepresst, Obstwein, Likör oder Marmeladen hergestellt. Aus Indien kommt Sanddorntee, der wegen seiner leicht berauschenden Wirkung für Kinder nicht geeignet ist. Roh schmecken die Sanddornbeeren aufgrund ihres hohen Gerbstoffgehalts ziemlich bitter und sauer. Wer also selber sammeln geht, sollte die Früchte kurz brühen und dann mit Honig, Ahornsirup oder Zucker süßen.

Kleine Frucht, enorme Wirkung

Sanddorn - © Südwest Verlag/Matthias TungerSanddorn hat einen äußerst hohen Vitamin-C-Gehalt – er liegt pro 100 g Beeren zwischen 200 und 900 mg (im Vergleich: die gleiche Menge Zitronen und Orangen besitzt etwa 50 mg). In seiner Wertigkeit wird das Vitamin C durch Bioflavonoide (Pflanzenschutzstoffe) im Fruchtfleisch der Beeren noch erhöht. Diese Inhaltsstoffe helfen, den Immunschutz aller Körperzellen zu stärken, die Schleimhäute vor Krankheitserregern zu schützen sowie Bakterien, Pilze und andere schädliche Mikroben abzutöten. Auch bei Infektionen von Nieren, Blase und den ableitenden Harnwegen profitiert man von der starken Heilkraft des Sanddorns. Auf Bindegewebe, Hormonproduktion und Zellteilung hat er eine verjüngende Wirkung und es wird die Synthese von Glückshormonen im Nervensystem angekurbelt. Sanddorn enthält auch nicht unerhebliche Mengen an Beta-Karotin, die der Sehkraft des Auges zugute kommen. Sanddornöl, das Fruchtfleisch enthält etwa drei bis fünf Prozent davon, ist reich an wertvollen mehrfach ungesättigten Fettsäuren

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