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© Henry Schmitt - Fotolia.comViele Verbraucher glauben, wenn sie Biolebensmittel kaufen, würden sie ihrer Gesundheit etwas Gutes tun.

Ob das stimmt, untersuchten jetzt britische Forscher. Sie kamen jedoch zu dem Schluss, dass in Bioware keine wertvolleren Inhaltsstoffe als in herkömmlich angebautem Obst und Gemüse zu finden sei. Allerdings mussten die Wissenschaftler eingestehen, dass sich ihre Untersuchungen hauptsächlich auf die antioxidative Wirkung der biologisch erzeugten Lebensmittel stützten.

Antioxidantien sind Radikalfänger, die schädliche Nebenwirkungen des Sauerstoffs und von Stoffwechselvorgängen eindämmen und vor Alterungsprozessen, Zellschäden, Krebs und Gefäßerkrankungen schützen sollen. Daraufhin sichtete das Team um Alan D. Dangour von der London School of Hygiene and Tropical Health 162 Gesundheitsstudien, die im Zusammenhang mit Biolebensmitteln stehen. Sie stellten fest, dass es insgesamt nur zwölf Studien gibt, die überhaupt den langfristigen Auswirkungen auf die Gesundheit der Verbraucher nachgeht und/oder ob die Konsumenten durch die Ernährung mit Biolebensmitteln etwa eine längere Lebenserwartung haben – und zwar ohne den Schwerpunkt ausschließlich auf Antioxidantien zu legen.

Ein anderes Ergebnis lässt sich aus der im Mai 2009 veröffentlichten Schweizer Qlif-Studie ablesen: Bei der Durchsicht von 180 Studien zu Biolebensmitteln fanden die eidgenössischen Wissenschaftler heraus, dass Bioware auf jeden Fall weniger Pestizidrückstände, Schwermetalle und Pilzgifte enthält. Sie weist auch mehr hochwertige Fettsäuren, Vitamine, antibakteriell wirkende Pflanzenfarbstoffe und andere als gesund geltende Stoffe auf. Um nachzuweisen, wie sich das auf die Gesundheit der Verbraucher auswirkt, müsste allerdings eine große Langzeitstudie gestartet werden, fordert Urs Niggli, der Leiter der Schweizer Studie. Bis dahin muss jeder für sich selbst entscheiden, womit er sich besser fühlt: mit Bio- oder Normalware.