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Gerade hat die EU-Kommission grünes Licht für den Anbau der Gen-Kartoffel Amflora des Chemiekonzerns BASF gegeben, da verkündet das Unternehmen, „bald“ die Zulassung für zwei weitere Genknollen zu beantragen.
Eine der Genkartoffeln – mit Namen „Fortuna“ – soll zur Stärkegewinnung für industrielle Zwecke genutzt werden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) kritisiert die Pläne von BASF und verweist darauf, dass Stärkefabriken nicht an den Genkartoffeln interessiert seien und dass es durchaus gentechnikfreie Kartoffeln mit denselben Eigenschaften gibt.
Eine weitere, noch namenlose Kartoffel, die gentechnisch mit einer Resistenz gegen Pilzerkrankungen ausgestattet wurde, könnte in der Lebensmittelindustrie für die Herstellung von Chips und Pommes frites zum Einsatz kommen. Bereits bei der Stärkekartoffel befürchtet der BUND eine Übertragung des Resistenz-Gens auf die Bakterien im Magen-Darm-Trakt von Tieren und Menschen. Der EU-Gesundheitskommissar John Dalli erklärte hingegen, dass in zahlreichen Untersuchungen sämtliche Sicherheitsrisiken durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit „ausgiebig berücksichtigt“ worden seien.